Eine neue Küchenecke

Ich habe in einer Spontanaktion unsere Küche umgebaut. Jahrelang hatte ich mich gegen eine Kücheneckbank gewehrt. Kenn ich nur von Spießern. Sieht rustikal aus. Wie in einer Bauernstube… Und nun habe ich uns eine eingerichtet, weil es bequem ist.

Sie steht in einer Ecke der Küche und schon ist dieses ständige um den Tisch springen vorbei, denn der stand zuvor inmitten des Raumes. Zur Essecke gehört zwingend eine Eckbank, diese musste nun her. Das Mindestmaß war dank der Räumlichkeiten vorgegeben und schnell stand fest – genau so gibt es das nicht. Also ab ins Möbelhaus. Eckbänke gibt es da Tolle! Auch zum Wunschmaß. Das kostet auch kaum Aufpreis. Klingt gut? Hab ich auch gedacht. Nun ist aber der Grundpreis ohnehin bereits schon so hoch, dass ein Aufpreis für Wunschmaß auch die letzten Kunden abschrecken würde. Mich jedenfalls hat bereits der Grundpreis von um die 3000 Euro erschrocken.

Eventuell wäre ich bereit, x.xxx Euro für eine Küchenbank auszugeben. Allerdings müssten dafür zwei Faktoren gegeben sein: 1. Auf der Bank dürfte keiner Platz nehmen und um zu Essen, wo eventuell schmutzige Finger zu erwarten sind, die dann mit der Bank in Berührung kommen, schon gar nicht. 2. In der Küche dürfte nicht mehr gekocht werden, denn das Bratfett schlägt sich auf der Bank nieder. Eine Bank zum Angucken also. Kurzerhand habe ich beschlossen, das Geld dann lieber für eine Skulptur auszugeben, an die habe ich gar nicht erst den Anspruch einer Nutzung.

Unsere Kücheneckbank habe ich nun selbst gebaut. Genau genommen vereint sie nun Nutzobjekt und Kunstwerk: Ich habe leere Colakästen übereinander und nebeneinander gestapelt und verschraubt und oben mit einem gepolsterten Brett versehen. Als Rückenpolster gab es ein Holzpaneel, ebenfalls mit Polsterung. Das Ganze passt besser als jede High-End-Bank zu uns und hat uns inklusive aller Materialien nur knapp 250EUR gekostet.

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