Entscheidungsfindung

Kennt ihr das? Es steht eine wichtige Entscheidung an, die eine große Tragweite hat, vielleicht sogar nicht nur für einen selbst und gerade deshalb fällt es schwer zu einer Entscheidung zu kommen. Ich sitze solche Dinge gern aus. Ein Großteil an Problemen erledigt sich mit der Zeit von selbst. Entweder, weil sie ihre Wichtigkeit verlieren oder aber weil ich irgendwann meine Emotionalität in dieser Frage verliere oder abschwäche und dann klarer sehe. Einige Dinge müssen aber sofort entschieden werden, sie können nicht ausgesessen werden, weil sonst Schaden droht. Auch wenn es nicht oft vorkommt, im Moment geht es mir genau so, weswegen ich mein Methodenrepertoire erweitern muss.

Ideenmanagement ist ein Aufgabenfeld, das aus der Wirtschaft kommt, um effektiver arbeiten zu können. Beruflich machte das schon oft Sinn. Doch wer sagt, dass sich Nutzwertanalyse und Entscheidungsbilanz nicht auch auf Fragen aus dem privaten Umfeld anwenden lassen. Bisher habe ich meine Frau belächelt, wenn sie ihre Pro-/Contra-Listen zu Gesprächen anschleppte. Vielleicht ist das weniger übertrieben als ich bisher glaubte. Nachdem ich in das Thema, Jahre nach meiner entsprechenden beruflichen Weiterbildung dazu, eingestiegen bin, eröffnen sich ganz neue Felder: Mit sinnvoll aufbereiteten Pro- und Contralisten lassen sich verschiedene Meinungen empirisch festhalten und Argumente rechnerisch werten, so dass auf rein mathematischer Basis eine Lösung gefunden werden kann, die keiner als unfair bezeichnen kann – ist ja Mathematik und da zählen reine Fakten.

Dieser Aspekt überzeugt selbst rationale Menschen wie mich. Meine Frau wird den Rest des Abends in sich Hineinlächeln, denn ich vergrabe mich nun weiter in meinen säuberlich erstellten Pro- und Contralisten, um endlich eine rational begründbare und mathematisch faire Entscheidung zu treffen.

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