Was hört Ihr für Musik?

Ich höre ja ausgesprochen gerne Musik. Eigentlich schon seit meiner frühesten Jugend. Angefangen hat es in den frühen 80ern mit NDW und Pop, dann kam Rock, dann in den 90ern Techno / House und jetzt höre ich alles mögliche, aber garantiert keine Charts.

Was ich nicht verstehen kann, wenn Freunde und Bekannte, mit denen ich zusammen aufgewachsen bin, bei Ihrem Musikgeschmack quasi „stehen bleiben“. Da höre ich dann so Aussagen wie, „ach super, U2 ist wieder auf Tour“ oder „Geil, AC/DC kommt ins Olympia Stadion“ oder „super, Roger Waters hat nach 10 Jahren wieder eine neue Platte veröffentlicht“.

Warum soll ich auf eine neue Platte von den Rolling Stones warten, wenn es doch diverse andere tolle Bands gibt? Warum soll ich mir nochmal AC/DC im Stadion anschauen? Deren Live-Shows werden mit zunehmenden Alter der Bandmitglieder sicher auch nicht besser (aber immer teurer). Außerdem fehlt mittlerweile Malcom Young, der Kopf der Band, wegen Demenz.

Ich habe das Gefühl, viele Leute meines Jahrgangs gieren geradezu nach Gelegenheiten, die alte vertraute Musik in einer Art Endlosschleife zu hören. Ist natürlich auch bequem. Aber doch auch irre langweilig.

Haben denn ausschließlich während unserer Jugend gute Bands das Licht der Welt erblickt? Das wäre ja ein tragischer Zufall für alle nachfolgenden Generationen. Ich sage, nein. Andauernd kommen neue hungrige Bands und nehmen tolle Musik auf. Die müssen nur entdeckt werden. Ein Problem ist sicherlich, dass Leute meines Jahrgangs nicht mehr in der Szene unterwegs sind. Wir stehen nicht mehr auf dem Schulhof und unterhalten uns mit Gleichgesinnten über Musik. Wir gehen auch nicht mehr oft in Clubs oder Diskos und bekommen dort eine Auswahl der angesagtesten Musik präsentiert. Es fehlt einfach an Gelegenheiten, Musik zu entdecken.

Keine Lösung ist es, dass öffentlich-rechtliche Radio zu hören. Das kann man sich eigentlich sparen. Dort haben nur die großen Musiklabels das Sagen. Deren PR-Abtreilungen sagen den öffentlich-rechtlichen Musikredakteuren, was sie zu spielen haben (siehe mein Artikel öffentlich-rechtliches Radio sendet an Zielgruppe vorbei). Und das ist dann gerne mal Lady Gaga oder Taylor Swift. Aber, das ist natürlich ziemlicher Schrott und daher kommen dann viele zu der Überzeugung, dass aktuelle Musik nicht hörbar ist und flüchten sich dann lieber in altbekannte Hörmuster.

Ich dagegen bin immer auf der Suche nach neuer Musik. Es ist schon vorgekommen, dass ich in einem Café gefragt habe, was da gerade läuft (war in dem Fall „Fat Freddys Drop“ aus Neuseeland). Aber die meisten neuen Sachen entdecke ich derzeit bei egofm – der Münchner Radio-Sender spielt wirklich sehr viel gute Musik. Da gehe ich auch gerne mal die Playlist auf deren Webseite durch und lade mir dann Sachen, die mir gefallen haben, bei amazon runter.

Wie ist es bei Euch? Hört Ihr viel Musik und wenn ja, was für Musik? Die Bands Eurer Jugend oder auch gerne neue Sachen? Freue mich auf Eure Kommentare!

Ecki schaut jetzt Netflix

Fernsehmäßig lebe ich hinterm Mond – so zumindest kam ich mir vor, wenn ich mich mit meinen jüngeren Arbeitskollegen in der Mittagspause über das Fernsehprogramm unterhalten wollte. Ich schaue zum Beispiel viel Arte, 3Sat und die Spartensender ZDFneo, ZDFKultur, EinsPlus, EinsFestival. Gerade bei den letzteren bin ich davon ausgegangen, dass sie auch von jüngeren Zielgruppen geschaut würden. Dann fiel mir allerdings häufiger auf, dass immer wenn ich eine interessante Doku oder einen Film gesehen hatte und meine Kollegen darauf ansprach, diese das aber nicht gesehen hatten. Meist kam dann die Antwort, „Fernsehen schaue ich nicht.“ Echt ? Gar nicht ? „Doch schon, aber nur Online-Dienste.“ Aha!

Gut, nachdem wir uns im letzten Jahr einen neuen Fernseher (mit WLan und Smart-Apps) gekauft hatten, bin ich auch zum regelmäßigen Konsumenten der öffentlich-rechtlichen Mediatheken geworden. Bei Arte befinden sich hier auch wirklich gute Dokus und teilweise auch Filme zum Abruf (jedoch nur sieben Tage lang). Hier dachte ich, dass ich schon ziemlich aufgeklärt unterwegs sei. Für meine Eltern z.B. sind Mediatheken immer noch böhmische Dörfer.

Nun aber seit einigen Tagen sind wir Kunde von Netflix geworden. Und jetzt verstehe ich auch, warum meine Kollegen kein „normales“ Fernsehen mehr schauen! Die Auswahl an Filmen und insbesondere Serien ist gigantisch. Wir haben gleich mit der ersten Staffel von House of Cards losgelegt. Ich bin begeistert, wie unkompliziert und praktisch das ist. Bis vor kurzem bin ich noch in eine nahe gelegene Videothek getigert. Das finde ich jetzt nach einer Woche Netflix vollkommen absurd. Für einen Film zweimal dahin laufen? Wahnsinn, wieviel Zeit ich dabei verloren habe.

Was ich jedoch nicht verstehe ist, wie PayTV-Sender wie Sky überleben können? Dort muss ich mich als Nutzer doch auch an das vorgegebene Programmschema halten, also Inhalte zu bestimmten festgelegten Uhrzeiten schauen, oder? Das erscheint mir noch nicht besonders Nutzerfreundlich und ist nebenbei auch viel teurer als Dienste wie Netflix. Dort zahle ich jetzt 9,90 € pro Monat in HD-Qualität mit Kündigungsmöglichkeit zum nächsten Monat!

Also, ich bin derzeit vollkommen begeistert von den neuen Möglichkeiten. Bin gespannt, wie lange das anhält.

Abitreffen!

Mit über 40 sind Klassentreffen interessant. 5 Jahre nach dem Abi war ich auch schon mal auf einem Abi-Treffen, aber was kann in dieser kurzen Zeit schon spannendes passiert sein? Der überwiegende Teil meiner ehemaligen Schulfreunde war zu dem Zeitpunkt noch vollends von Zivildienst, Bundeswehr oder Studium vereinnahmt, so wie ich auch.

Nun über 20 Jahre nach Ende der Schulzeit ist ein Klassentreffen spannend. Die Freunde von einst sind zu Fremden geworden – das empfinde ich zumindest so. Das erwachsene Leben hat uns in unterschiedliche Richtungen gebracht. Und dennoch ist da noch eine gewisse Vertrautheit, die für eine innige Verbundenheit sorgt. Dieses tiefe Gefühl der Freundschaft wird wohl nie verschwinden, auch wenn meine heutigen wirklichen Freunde ganz andere sind, die ich in meinem Leben nach der Schule kennengelernt habe.

Das, was heute mein Leben ausmacht sind meine Hobbies, mein Job und in erster Linie meine Familie, mit der ich meine gesamte Freizeit verbringe. Meine Interessen waren in der Schulzeit noch nicht ausgereift, so dass für Freunde von damals schwer zu erahnen ist, wie mein Leben heute aussieht.

Wie zu Schulzeiten gab es Leute, mit denen man viel zu tun hat und sich gut versteht und solche, die eben da sind aber keine Rolle für einen spielen. Neben netten Gesprächen und ausgetauschten Emailadressen habe ich vor allem eines mitgenommen: Mein früherer bester Freund macht gerade eine Umschulung. Nicht, weil er arbeitslos gewesen wäre, sondern schlicht, weil er Lust darauf hat. Wenn nicht jetzt, wann dann? Noch einmal von vorn beginnen, einfach geleitet von Interesse und nicht von den Wünschen der Eltern oder Einflussnahmen von außen. Mit über 40 ist es Zeit sich zu verwirklichen und das bedeutet nicht unbedingt Karriere in dem Sinn wie man sich das klassisch mit einem riesen Bündel Geld in der Tasche vorstellt, sondern schlicht berufliche Ziele anzugehen, die tief im innersten brennen. Das hat mich tief beeindruckt!

Ecki trinkt am liebsten Weisswein

Wir sind zurück von unserem Urlaub aus dem Frankenländle. Sicher kennt ihr die typischen Boxbeutel Wein, die es dort überall gibt. Sie haben uns so manchen Urlaubsabend versüßt.

Um unsere erholsamen Tage noch etwas lebendig zu erhalten, habe ich mich auf die Suche nach tollen Weinen für Zuhause gemacht. Weil mir ein Arbeitskollege weinpakete.de empfohlen hat, habe ich mir deren Angebot einmal näher angeschaut. Auf den ersten Blick erschien die Sortierung des Angebots schlüssig: Nach meinem bevorzugten Reiseziel wähle ich zwischen Deutschland, Frankreich, Spanien, Argentinien, Chile oder beispielsweise Neuseeland, um anschließend eine gute Auswahl verschiedener regionaler Spezialitäten angeboten zu bekommen. Passend zu unserem Urlaub, habe ich Deutschland gewählt. Ich bin ein echter Fan von Weißburgunder und Grauburgunder. Mit Rotweinen kann ich mittlerweile nicht mehr so viel anfangen, auch wenn es natürlich gediegen und kultiviert klingt, den Abend bei einem Glas Rotwein auf der heimischen Terrasse ausklingen zu lassen. Meine Frau bevorzugt an heißen Sommerabenden Weinschorle, so dass wir mittlerweile ganz auf Weißweine umgestiegen sind und nur diese in unserem Weinkeller einlagern.

Rieslinge, Curvee und Burgunder sind in der Sparte Deutschland bei weinpakete.de überwiegend im Angebot. Genau richtig für uns. Auf den ersten Blick hat mich direkt das Weißburgunder Paket angesprochen. In Deutschland gibt es richtige Schmankerl aus dieser Rebsorte, die sowohl nussig anmutet, als auch angenehm mild und blumig duftet. Den passenden Weißburgunder zu finden, gleicht allerdings einem Glücksspiel. Ich erinnere mich an ein Glas, das ich vor vielen Jahren bei einem Meeting serviert bekommen habe. Ich hatte das Glas mehr nebenbei von der Karte gewählt und erinnere mich nur noch an den Preis, nicht mehr an den Namen des Weins. 13 Euro hatte ich für dieses Glas bezahlt, ganz schön happig allerdings jeden Cent wert!

Das bestellte Paket enthielt sechs Weine aus drei verschiedenen Anbaugebieten der Rebsorte Weißburgunder. Für mich die ideale Möglichkeit mir einen Überblick über die Unterschiede der einzelnen Anbauregionen zu verschaffen. Jetzt testen wir uns allabendlich mit wachsender Begeisterung durch :-)

Urlaubszeit – Zeit zum Sinnieren

Vor einiger Zeit hatte ich euch berichtet, dass wir unseren Sommerurlaub im beschaulichen Frankenland verbringen. Jetzt ist es soweit, ich starte mit meiner Familie in wenigen Tagen. Nachdem unsere Freunde nun in den Norden gezogen sind, bleibt die Frage was tun in und um Bayreuth. Mir wurde das Buch „Hits for Kids in Franken“ empfohlen. Obwohl das Erscheinungsdatum schon etwas älter ist, habe ich mich zur Anschaffung durchgerungen und war überrascht über die vielen Tipps. Tatsächlich sind interessante Ausflugsziele in Bayern enthalten – Dinge, die ich noch nicht kannte.

Wir haben uns für eine Sommerrodelbahn, Fossilienklopfplätze, das Playmobilland, den Freizeitpark in Plech und eine historische Dampflok entschieden. Als Highlight gibt es noch eine Schmetterlingsfarm. Ich denke uns stehen zehn abwechslungsreiche Tage bevor und vor allem freue ich mich auf Familienzeit.

In den Tagen vor dem Urlaub habe ich oft viel Stress. Einige berufliche Dinge müssen zu einem (vorläufigen) Ende gebracht werden, Projekte werden an Kollegen übergeben und Termine für nach dem Urlaub geplant. Bei all diesem Stress begleitet mich oft unglaublicher Kopfstress. Die kommende intensive Familienzeit lässt mich oft darüber sinnieren, warum in unserer Gesellschaft Arbeitswelt und familiäres Leben zwei geteilte Realitäten sind. Oft fühlt man sich, als lebe man zwei völlig autarke Leben, die nur auf einer abstrakten Ebene miteinander verbunden sind. Es ist schwierig, genau diesen Punkt zu erläutern: Meine Arbeit erfüllt mich. Ich habe nicht nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten studiert, sondern nach reinem Interesse. Da ich das große Glück habe, in meinem erlernten Bereich zu arbeiten, verdiene ich meine Brötchen mit etwas, das mich interessiert und täglich aufs Neue fesselt. Genauso sollte es natürlich sein. Doch dieses „ich bin gern auf Arbeit und habe Spaß an meiner Tätigkeit“ bekommt dann einen faden Beigeschmack, wenn ich aus beruflichen Gründen nicht bei meiner Familie sein kann, beispielsweise weil ich auf Dienstreise bin.

Ihr seht, nicht nur Frauen sorgen sich über Vereinbarkeit von Job und Familie, auch der Ecki tuts. Einige Tage Homeoffice in den Sommerferien und der Kita-Schließzeit sind zum Glück auch in meinem Job drin.

Quick it up Ecki!

Kennt ihr Quick Up Pools? Vor einigen Jahren hat mich die Baumarktwerbung immer fasziniert – wie günstig doch Pools geworden sind! Für deutlich unter 100EUR bekommt man ein Modell, in dem eine 4-köpfige Familie gut Platz hat. Dennoch hat mich allein diese Argument nicht überzeugt. Irgendwie ist es nicht dasselbe wie die Schwimmgelegenheiten meiner Kindheit: Damals war ein Pool im Garten die Ausnahme. Meine Tante hatte einen – gemauert aus Natursteinen. Das Wasser war immer grün. Trotzdem liebten wir Kinder diesen Pool; im riesigen Garten meiner Tante war das Badeerlebnis etwas Besonderes. Meine fast gleichalten Cousins komplettierten den Spaß. Da stieg man über eine Leiter ins Wasser, das Becken war ebenerdig eingelassen. Alles Handarbeit. Mein Onkel und Papa hatten tagelang den Bereich ausgeschachtet und unter senkender Sonne mit freiem Oberkörper gewerkelt.

Ein Quick Up Pool ist im Nu aufgestellt, vorausgesetzt der Untergrund passt. Im Nu füllbereit. Aber das „Poolgefühl“ ist ein anderes: Es gibt keine Leiter, man baut sich einen Tritt oder drückt den aufblasbaren Ring samt Seitenwand platt. Im Garten steht plakativ sichtbar ein Fremdkörper.

Wenn ich abends durch meine Nachbarschaft laufe, sehe ich in jedem dritten oder vierten Garten einen Pool. Es hat seine Besonderheit verloren. Und nun auch mein direkter Nachbar! Vor knapp drei Wochen, als es so brütend heiß war, hat er mich zum Probebaden geladen. Hatte ich bisher kein überzeugendes Argument: DAS war es! Nach dieser abendlichen Abkühlung, ganz bequem im Garten ohne Anstehen und teuren Eintritt am Freibad, stand für mich fest: Ich brauche einen Quick Up Pool.

Da es Wochenende war, wollte ich besonders clever sein und habe den Reservierungsservice vom Baumarkt genutzt, um gleich Montag früh das letzte Pool-Set abzuholen. Leider kam Montag die Mail vom Markt, das alles ausverkauft ist. Per Express ließ sich im www noch ein Fast-Pool auftreiben, der direkt am Dienstag morgen da war. Dann hieß es nur noch Quick it up Ecki und seitdem plantschen wir vergnügt im heimischen Garten. Das Wetter passt jetzt auch wieder!

Ecki schwingt das Tanzbein

Es wird heiß, Sommerzeit. Woran erinnert mich das? An unseren Hochzeitstag! Bei 36°C haben wir geheiratet, in einem Standesamt ohne Klimaanlage. Im maßgeschneiderten Anzug ist das ein wahrer Traum. Immerhin funktioniert meine Wettererinnerung in den meisten Jahren zuverlässig, so dass ich unseren Hochzeitstag selten vergesse.

Wie in jedem Jahr stellt sich mir die Frage – was tun? Candle-Dinner, Kino, Theater… immer dieselben Ideen. Innovativ ist anders. Nach einigen Ehejahren wurmt mich das, irgendwie will ich beweisen, dass ich immer noch der innovative, spontane Ecki bin, in den sich meine Frau verliebt hat. Ich habe lange überlegt, was meine Gattin erfreuen könnte und was wir uns schon lange nicht mehr gegönnt haben. Genau genommen gibt es da nur eine Sache: Tanzen!

Ehrlich gesagt haben wir seit unserem Hochzeitswalzer nie wieder gemeinsam das Tanzbein geschwungen. Ein Tanzabend ist irgendwie das letzte, was man sich gemeinsam gönnt, wenn die Kinder im Baby- und Kleinkindalter sind und man, dank Oma und Opa, schon mal einen Paarabend hat. Schade eigentlich, denn diese Art der sportlichen Betätigung bringt einen nahe und ist doch irgendwie aktiver als im Kinosessel sich gegenseitig vom Einschlafen abzuhalten.

In München gibt es tolle Tanzevents, auch in Verbindung mit Galas oder Sterne-Dinner. Diese Veranstaltungen haben mit Senioren-Tanzabenden nix gemeinsam und locken dank ihrem altersgemischten Publikum. Meine Kollegen verbürgen sich für die Qualität, so dass ich eines dieser Angebote als große Überraschung für meine Frau und mich gebucht habe.

Jetzt stehe ich nur vor einem Problem: Mein letzter Tanz war der auf meiner Hochzeit und auch da waren meine Tanzkünste eher bescheiden. Damit meine Frau an diesem Abend auf ihre Kosten kommt und danach garantiert keine schmerzenden Füße hat, habe ich keine Wahl: Ich muss meine Kenntnisse in Standard und Latein auffrischen. Einige Tage habe ich noch Zeit und habe einen Kurs gebucht. Drückt mir die Daumen, dass ich das Training vor meiner Frau verheimlichen kann, damit sie zum Hochzeitstag in vielerlei Hinsicht überrascht werden wird!

Ecki fährt wieder Bahn

Ihr erinnert euch, unsere Freunde sind umgezogen. Für einen spontanen Besuch hatten wir uns angekündigt. Kurzerhand habe ich für meine Familie und mich ein Familienzelt besorgt. Man bin ich aufgeregt! Wann war ich das letzte Mal Zelten? Mit 16 Jahren vielleicht, im Trainingslager vom Fußballverein oder mit der Jungschar der Kirchgemeinde. Meine Jungs freuen sich drauf, für die ist das ein willkommenes Abenteuer. Um das Ganze noch zu toppen, bekommen die Jungs nun endlich ihre Tour mit dem ICE.

Ja, Ecki fährt wieder Bahn! Das tue ich gern, weil es entspannend ist. Kein Stau, während der Fahrt kann ich essen, mich unterhalten, etwas Lesen. Die Kinder spielen, können rumrennen. Insgesamt ist man freier, vor allem die Familienabteile sind empfehlenswert. Was mich speziell bei Touren mit der Familie abhält, ist der Kostenfaktor. Aber den kann ich nun deutlich drücken.

Die Bahn bietet ein interessantes Spezial mit dem Namen „Bahn-Spezial“, welches ein echtes Insider-Ticket ist. Warum? Die Tickets scheint es nicht bei der Deutschen Bahn direkt oder auf Bahn.de zu geben, sondern ausschließlich über einige ausgesuchte Fernbus (!) Vergleiche. Jeder kennt ja die Sparpreise der Bahn. Hier ist es so, dass je weiter man in der Zukunft bucht, es billiger wird. Bei dem Bahn-Spezial ist es genau umgekehrt. Das Ticket kann nur zwischen sieben und einem Tag vor Abfahrt gebucht werden. Es scheint also eine Art „Restplatzvermarktung“ der Bahntickets zu sein. Die Bahn-Spezial-Tickets gibt es in drei Festpreisen 19, 29 und 39 €. Gefunden habe ich das „Bahn Spezial Ticket“ bei fernbus24. Gezahlt werden kann ausschließlich über Kreditkarte. Von München nach Berlin für 29 Euro ist tatsächlich ein Schnäppchen.

Jetzt kann eigentlich nur noch ein Bahn-Streik verhindern, dass wir unsere Freunde besuchen.

Meine neue Profession: Skaten als Fitness-Sport

Letztens hab ich euch von meinen Skateboard-Ambitionen berichtet. Inzwischen läuft es richtig gut. Mit meinem Großen skate ich inzwischen häufiger auf dem Skateplatz. Anschieben und rollen, bremsen und lenken klappen inzwischen sehr gut. Den Drop-in für die Pipe trainieren wir noch.

Was ich für mich allerdings entdeckt habe, ist Skaten als Fitness-Sport. Meine Jungs drehen abends gern noch eine Runde mit dem Fahrrad um den Block. Ich bin inzwischen immer mit dabei – auf Skates. Ich habe tatsächlich meine alten Skates wieder herausgekramt, die seit der Geburt des Großen ihr Dasein im Kellerschrank gefristet haben. Beim ersten Anziehen war ich zugegeben sehr nervös. Erstaunlicherweise hat es sofort wieder geklappt und es war, als hätte ich nie pausiert. Meine K2 waren damals eine sinnvolle Investition. Auch, wenn inzwischen der Gummi etwas vergilbt ist und die Schnallen Rost angesetzt haben, die Kugellager und Rollen sind top, ebenso wie der Schuh an sich. Da zeigt sich echte Qualität!

Früher bin ich zur Hochschule geskatet und habe die meisten Wege so zurückgelegt. Günstiger, schneller und preiswerter als die öffentlichen Verkehrsmittel! Entsprechend fit war ich. Heute nutze ich Bahn und Busse und bin selten sportlich unterwegs. Meiner sportlich, durchtrainierten Figur trauere ich etwas hinterher, auch wenn ich mich insgesamt nicht beklagen kann. Seit Längerem nehme ich mir vor täglich etwas zu trainieren. Die 6-Minuten-Work-Out-App habe ich mir schon letztes Jahr heruntergeladen. Doch nicht mal die schaffe ich, wenn ich abends erstmal in Bequem-Position auf der Couch sitze und es mir mit meinem Joghurt-Drink oder Smoothie gemütlich mache.

Die abendliche Skate-Runde ist immerhin ein Anfang. Meine Kondition ist bereits nach 2 Wochen Training immens gewachsen. Meine Jungs hängen mich mit dem Rad nicht mehr so leicht ab. Motiviert durch diesen Zuwachs an Fitness, wage ich mich morgens täglich an ein neues Sportprogramm: Pilates. Wer jetzt denkt, das ist nur was für Frauen täuscht. Immerhin wurde es von einem Mann entwickelt. Als Kontrastprogramm zu einem Power-Workout ist diese effektive Muskelkräftigung für den gesamten Körper absolut zu empfehlen.

Franken – eine Reise wert?

Wir haben in diesem Jahr Urlaub in Franken gebucht. Eine Ferienwohnung im Nichts. Wie wir dazu kommen? Unsere Freunde wohnten da. Ja, „wohnten“…

Meine Frau und ich hatte vor einigen Monaten die Idee ins Playmobilland zu fahren. Die Jungs würde das sicher freuen. Da Freunde von uns in Bayreuth wohnen, lag es nahe sich dort zu treffen. Bei einem gemeinsamen Rotwein-Abend entwickelte sich zunehmend die Vision eines gemeinsamen Urlaubs. Eine weite Fahrtzeit war ausgeschlossen, da das Jüngste unserer Freunde erst ein Jahr zählt. Ein tolles Ferienhaus mit mehr als kinderfreundlicher Ausstattung haben wir in Franken gefunden, irgendwo zwischen Kulmbach und Bayreuth. Von da lassen sich tolle Ausflüge machen und Teile Bayerns erkunden, die nicht in unmittelbarer Nähe von München liegen. Ideal. So dachten wir…

Einige Wochen nachdem wir unseren Urlaub geplant hatten und das Haus verbindlich gebucht, haben unsere Freunde beschlossen an die Nordseeküste zu ziehen. Es ging alles so schnell: Neuer Job, neue Schule, neuer Kiga, Kündigungen von Arbeit und Wohnungen und kurz vor Pfingsten stand auch schon der Umzugs-LKW da. Der neue Job beginnt und damit die Probezeit. Die gemeinsamen Ferien sind passé; Familie Ecki allein in Franken.

Ich habe mir ein Buch über familiengerechte Aktivitäten gekauft. Von Fossilienklopfplätzen über Hochseilgärten bis hin zu Kart-Strecken gibt es jede Menge zu entdecken. Meine Jungs suchen eifrig und stellen ein Ferienprogramm zusammen. Das Playmobilland, das von da aus auch nicht direkt um die Ecke liegt, gehört übrigens auch dazu. Ich überlege derweil noch, ob Franken wirklich eine Reise wert ist?